Karnevalistisches Jubiläum in Zeiten von Corona

Veröffentlicht von Christian Thum am

Was macht man als Karnevalsgesellschaft, wenn Corona Viren die Welt attackieren, Karneval mit all seinen öffentlichen Veranstaltungen abgesagt wird und man aber 111jähriges Jubiläum hat?
Diese Frage stellten sich die Roten Funken im Herbst letzten Jahres. Eigentlich war alles schon durchgeplant und auf den Weg gebracht und nun so etwas. Da muß man auf einmal auch als Karnevalsgesellschaft ganz neue Wege beschreiten und kreative Lösungen finden. Aufgrund des Jubiläums stellen die Roten Funken den Prinzen, Prinz Marijo I., dessen Regentschaft aber erstmalig über 2 Sessionen gehen wird.
Dann starteten sie eine Aktion und hängten an vielen Stellen in Leverkusen diverse Banner auf. Ein sehr großes prangt unter anderem an der Wand der Ganser-Brauerei und verkündet:
„111% Jeck, 111% Karneval, 111 Jahre Rote Funken; Do fiere mer met!“
Damit aber noch nicht genug. Im Vereinsheim, dem Polverfaß, wurde wochenlang am Präsidentenwagen gezimmert und geschraubt. Er wurde generalüberholt und erstrahlt in neuem Glanz. Aber leider wird er dieses Jahr nicht im Rahmen des Karnevalszuges den Jecken vorgeführt. Die können sich hoffentlich nächstes Jahr dann an seinem Anblick erfreuen.
Natürlich haben die Roten Funken für Ihr Jubiläum auch einen ganz besonderen Orden aufgelegt, der Corona-konform verteilt wurde.
Außerdem nutzten die Roten Funken, wie viele andere auch, die Corona Zeit zum Aufräumen. So wurde das große Archiv der Gesellschaft, welches Jahrzehnte alte Dokumente und Zeugnisse des Leverkusener Karnevals beinhaltet und was bisher im Vereinsheim gelagert wurde, professionell katalogisiert und digitalisiert und wird demnächst im Leverkusener Stadtarchiv seine neue Heimat finden.
Da die Roten Funken in ihrem Jubiläumsjahr aber auch ihrer Heimatstadt Leverkusen ein „Geschenk“ machen wollten, starteten sie die Aktion „Mit den Roten Funken wird Leverkusen grüner!“ Sie widmeten sich dem Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Leverkusen und so wird demnächst im Neulandpark eine „Funkenallee“ mit Bäumen angelegt, die nicht nur als Symbol für den Klimaschutz stehen sollen, sondern auch den Park-Besuchern Freude bereiten und Schatten spenden sollen. Die Bäume werden alle durch Spenden finanziert und jeder Spender wird auf Wunsch namentlich an der Funkenallee aufgeführt. „Bei Interesse kann auch weiterhin gespendet werden“, so Lothar Höveler, Präsident der Gesellschaft. “Je höher die Spendensumme wird, desto länger und schöner wird die Allee.“
„Es sind auch noch weitere Aktionen geplant“, verrät Sigfried Kaschulla, der 1. Vorsitzende, „aber die werden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten. Das Jahr und unser Jubiläum haben ja gerade erst begonnen. Und wir Rote Funken hoffen sehr, daß wir dann in der kommenden Session wieder alle gemeinsam Karneval feiern können.“

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