111 Jahre Leverkusener Karnevalsgeschichte kommen ins Stadtarchiv

Veröffentlicht von Christian Thum am


Foto:
Nur einen Teil von insgesamt rund elf laufenden Metern Archivmaterials halten Siegfried Kaschulla und Johannes Sudowe von den Roten Funken sowie Stadtarchivar Dr. Julius Leonhard (re.) hier in HĂ€nden.

Einen kleinen Schatz haben die Roten Funken Leverkusen heute dem Leverkusener Stadtarchiv ĂŒbergeben. Seit ihrer GrĂŒndung hat die Gesellschaft viele ihrer AktivitĂ€ten und Ereignisse in Schrift- und Bildform oder anderweitig festgehalten – und wenn man als Karnevalsgesellschaft 111 Jahre alt wird, dann hat man viel erlebt und einiges zu berichten.

All diese SchĂ€tzchen, die zum Teil zwei Weltkriege ĂŒberlebt haben, lagerten in den letzten Jahrzehnten im Polverfaß, dem Vereinsheim der Roten Funken. Zu besonderen AnlĂ€ssen wurden dann Teile aus der Funkengeschichte in Ausstellungen oder Ă€hnlichem der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht. Nach 111 Jahren quoll das Archiv der Roten Funken im Polverfaß nun endgĂŒltig ĂŒber. Daher hat die Karnevalsgesellschaft beschlossen, ihre Geschichte fachmĂ€nnisch katalogisieren und verpacken zu lassen, um sie so auch zukĂŒnftigen Generationen zu erhalten und verfĂŒgbar zu machen.

Heute erfolgte nun der letzte Schritt dieser Aktion. Das inzwischen gut sortierte, katalogisierte und entsprechend verpackte historische Material wurde dem Leverkusener Stadtarchiv ĂŒbergeben, damit es dort auch adĂ€quat gelagert wird, um mindestens weitere 111 Jahre verfĂŒgbar zu sein. Das Archivmaterial umfasst aus der Anfangszeit des Karnevals vor allem viele Fotos und Bilder, wie z.B. vom GrĂŒndungslokal „Wacht am Rhein“ aus dem Jahre 1910, Bilder vom ersten Karnevalszug in Wiesdorf, vom ersten Karnevalsprinzen und natĂŒrlich auch Bilder aus der langen Entwicklung des Karnevals in Wiesdorf, bzw. Leverkusen. Auch Plakate und Eintrittskarten von Veranstaltungen aus vielen Jahren sind Bestandteil des Archivs.

„NatĂŒrlich fĂ€llt es uns auch schwer, uns von diesem Schatz ein StĂŒck weit zu trennen“, sagt Siegfried Kaschulla, 1. Vorsitzender der Gesellschaft. „Aber es ist andererseits ein gutes GefĂŒhl zu wissen, dass unsere Historie nun sachgerecht eingelagert ist und somit erhalten bleibt. Der Karneval ist doch auch ein StĂŒck Leverkusener Kultur und die mĂŒssen wir doch auch an die nĂ€chsten Generationen weitergeben und somit erhalten.“

Der Leiter des Leverkusener Stadtarchivs, Dr. Julius Leonhard, freut sich ĂŒber den kleinen Schatz der Roten Funken und betont: „Dies ist ein wichtiger und spannender Beitrag nicht nur zur Leverkusener Lokalgeschichte, sondern auch zur rheinischen Karnevalsgeschichte.“


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.